Machen Sie bodenbrütenden Gartenmitbewohnern mit Sand- und Erdflächen eine Freude

Sandflächen sind Brutstätten für bodenbrütende Tiere

Tiere wie Wildbienen, Grabwespen und Eidechsen finden in Sand- und Erdflächen eine Brutstätte.

In den meisten Gärten gibt es sie: Die Flächen, auf denen einfach nichts wachsen will. Am Fuße der Trockenmauer ist es zu heiß, unter dem Dachvorsprung zu trocken. Auf Steinhaufen oder Mauern findet sich keine Erde, in der die Pflanzen wurzeln können und unter Hecken fehlt das Licht.

Eben diese Flächen sind es, die mit Sand und Erde aufgeschüttet werden können. Lassen Sie sich gesagt sein: Dort fühlen sich verschiedene Insekten und andere tierische Mitbewohner sehr wohl.

Warum sind Sand- und Erdflächen wichtig für unsere tierischen Gartenbewohner?

Sand- und Erdflächen werden vor allem von bodenbrütenden Gartenmitbewohnern genutzt. Wildbienen, Grabwespen und Eidechsen finden hier eine Brutstätte. Doch auch für andere Tierarten ist die unbewachsene Fläche ein Segen. Erde und Sand werden häufig als Baumaterial für Nester und Versteckmöglichkeiten genutzt. Die eher karg anmutenden Flächen haben somit einen großen Anteil an der erfolgreichen Vermehrung der entsprechenden Nützlingsarten.

Wie sollten Sand- und Erdflächen gestaltet werden, damit sich Nützlinge ansiedeln?

Wenn Sie Sand- oder Erdflächen in Ihrem Garten anlegen wollen, benötigen Sie zunächst einen geeigneten Standort. Wie eingangs erwähnt, eignen sich häufig genau die Orte, an denen keine Pflanzen gedeihen wollen. Ein sonniger bis halbschattiger Standort auf Mauern, unter Hecken und Dachvorsprüngen gefällt vor allem den Tieren, die ihre Eier dort ablegen möchten. So wird verhindert, dass die Eier unterkühlen. Darüber hinaus sollte Regenwasser gut abfließen können, um Pfützenbildung und das Wegspülen der abgelegten Eier zu vermeiden. Daher eignet sich ein leicht abschüssiger oder besonders durchlässiger Untergrund.

Haben Sie diesen Ort im eigenen Garten gefunden, kann der Sand oder das Sand-Erde-Gemisch aufgebracht werden. Da vor allem der Sand als Baumaterial genutzt wird, sollte dieser eine gewisse Stabilität garantieren. Geeignet ist z.B. klebriger Spielsand, ungewaschenes Material oder Grubensand.

Gepflegt werden müssen Sand- und Erdflächen kaum. Im Sommer wird das Unkraut entfernt, dass dort wächst. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Sand nicht als Katzentoilette missbraucht wird. Eine Möglichkeit dies zu verhindern, ist, das Auslegen von Gittern oder dornigen Ästen. Die Nützlinge werden diese Maßnahmen nicht in der Nutzung einschränken.

Rund um den Naturgarten

Nützlinge unter der Lupe