Moos statt Rasen – edler Lebensraum für unsere kleinen Freunde

Moos als Lebensraum für Nützlinge

Moos ist ein toller Lebensraum für kleine Krabbler Dank dort vorhandener Nahrung und Versteckmöglichkeiten.

Für viele Gartenbesitzer gehört die klassische grüne Rasenfläche einfach dazu. Aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, eine Moosfläche anzulegen? In Japan beispielsweise ist dies selbstverständlich. Dort wird der grünen Bodendecker aufgrund seiner Ruhe und Eleganz geschätzt. Wenn Sie nicht nachvollziehen können, was damit gemeint ist, dann laufen Sie einmal barfuß über eine Fläche Moos. Es ist ein Gefühl wie auf Wolken. Auch unsere tierischen Helferlein freuen sich darüber, wenn das normalerweise eher unliebsame Moos nicht immer entfernt, sondern sogar bewusst zugelassen wird.

 

Warum ist Moos wichtig für unsere tierischen Gartenbewohner?

Trockenmauer mit Moos

In schattigen Bereichen wächst Moos auch gerne an Trockenmauern.

Moos dient Insekten und anderen Kleintieren als Versteckmöglichkeit. Heben Sie einmal eine Moosplatte an: Sie werden erstaunt sein, welch ein buntes Treiben sich darunter befindet. Einige Tiere überwintern unter Moos. Der Lebensraum unter dem grünen Flaum ist aber nicht nur für Insekten wichtig. Die größeren Tierarten unter den Nützlingen finden hier Nahrung in Form eben dieser darin lebenden Insekten. So veranlassen Sie kleine und große Nützlinge, sich in Ihrem Garten anzusiedeln und langfristig niederzulassen. Moos ist übrigens zudem ein gutes Keimbett für Blütenpflanzen.

Was ist beim Anlegen einer Moosfläche zu beachten, damit sich Nützlinge im Garten ansiedeln?

Moos ist ein natürlicher Luftfilter in Ihrem Garten und zudem ein tolles Keimbett für Blüten.

Moos ist ein natürlicher Luftfilter in Ihrem Garten und zudem ein tolles Keimbett für Blüten.

Die Umsetzung einer Moosfläche in Ihrem Garten ist denkbar einfach. Vor allem an schattigen Plätzen wächst Rasen nur, wenn gesät und gut gepflegt wird. Viel eher lässt sich dort Moos erblicken. Lassen Sie dieses einfach wachsen und sich verbreiten.

Eine Moosfläche oder sogar ein Moosgarten (wie er aus Japan bekannt ist) sollte seiner Eigenart entsprechend eher im schattigen Bereich des Gartens angelegt werden.

Eine hainartigen Überpflanzung mit hochstämmigen Bäumen ist von Vorteil. Auch strauchartige Gehölze, wie etwa Rhododendren (Rhododendron) sind geeignet.

Vorteile von Moos gegenüber einer Rasenfläche

  • Moos ist sehr pflegeleicht und wird auch nach langanhaltender Trockenheit beim ersten Regen wieder grün. Wer braune Stellen vermeiden möchte, kann dieses bei großer Trockenheit ab und zu befeuchten.
  • Moos muss weder gemäht noch gedüngt werden.
  • Moos wirkt als natürlicher Luftfilter und verbessert somit das Klima in Ihrem Garten.
  • Moos ist eine tolle Versteckmöglichkeit und ein wichtiger Lebensraum für Nützlinge.
  • Viele Bekämpfungsmittel gegen Moos sind nicht besonders nützlingsfreundlich. Wer sich für das Wachsenlassen entscheidet, muss diese Bekämpfungsmittel nicht einsetzen.

Rund um den Naturgarten

Nützlinge unter der Lupe