Maulwürfe (Talpa europaea)

Maulwurf (Talpa Europaea)

Kennzeichen des Maulwurfs

Fast jeder kennt ihn aus der beliebten Kinderserien „Der kleine Maulwurf“. Dort wird er als kleines schwarzes Tierchen mit großen Pfoten und runden Kulleraugen dargestellt. Zumindest ersteres trifft zu, doch große Augen hat der Maulwurf nicht. Diese benötigt er in seinem dunklen Tunnelsystem auch nicht. Hier orientiert er sich größtenteils mit seinem Tast- und Geruchssinn. Auf Nahrungssuche setzt er zudem die Ohren ein. Die winzigen Augen hingegen liegen unter Fell geschützt. Auch ansonsten ist der Maulwurf gut an seinen Lebensraum angepasst. Sein dunkles, dichtes Fell hat keinen Strich, so dass er in den engen Tunneln problemlos vorwärts und rückwärts laufen kann. Die Gehörgänge sind mit Hautlappen verschlossen, ebenso werden Nase und Mund beim Graben verdeckt, damit keine Erde eindringen kann. Besonders auffällig sind die kräftigen Vorderpfoten, die als Schaufel dienen. Mit ihnen kann er das zwanzigfache seines Körpergewichts in Form von Erde bewegen.

So leben Maulwürfe

Jeder Maulwurf hat sein eigenes Revier, in dem er ein stark verzweigtes Tunnelsystem anlegt. In diesem lebt er, so dass Menschen ihn nur selten an der Oberfläche zu Gesicht bekommen. Zur Paarungszeit kommen die Tiere zusammen. Das Weibchen bringt dann zwischen April und Juni drei bis fünf Junge zur Welt. Diese sind nach zehn Monaten geschlechtsreif und verlassen das Revier der Mutter auf der Suche nach einem eigenen. Wenn der Winter naht, graben sich die Tiere einfach weiter in den Boden ein, statt in Winterschlaf zu verfallen. Hier finden sie weiterhin ausreichend Nahrung.

Diesen Nutzen bringen uns Maulwürfe

Der Maulwurf frisst die Larven einiger Schädlinge, die ansonsten kaum natürliche Fressfeinde haben. Einer davon ist der Rüsselkäfer. Dieser würde andernfalls, je nach Art, unsere Gemüse- und Obstpflanzen befallen. Weiterhin mögen sie Eulenraupen und Engerlinge des Mai- und des Gartenlaubkäfers sowie des gefürchteten Japankäfers.

So können Maulwürfe im Garten angesiedelt werden Maulwürfe sind recht anspruchslos. Sie benötigen einen humusreichen, lockeren Boden, in dem sie sich gut eingraben können. Eine Vielzahl an Insekten dient der Ernährung. Gestört fühlen sie sich lediglich von lauten Geräuschen und schlechten Gerüchen. Sie sollten daher auf die Düngung mit Pflanzenjauchen verzichten.

So können Maulwürfe im Garten angesiedelt werden

Maulwürfe sind recht anspruchslos. Sie benötigen einen humusreichen, lockeren Boden, in dem sie sich gut eingraben können. Eine Vielzahl an Insekten dient der Ernährung. Gestört fühlen sie sich lediglich von lauten Geräuschen und schlechten Gerüchen. Sie sollten daher auf die Düngung mit Pflanzenjauchen verzichten.

Davon ernähren sich Maulwürfe

Im Boden lebende Kleintiere stehen auf dem Speiseplan des Maulwurfs. Er frisst Regenwürmer, Eulenraupen und Larven. Außerdem vertilgt dieser Engerlinge des Japankäfers, des Mai- und des Gartenlaubkäfers. Pflanzliche Kost wie Kartoffeln, Rote Beete und Salat mag ein Maulwurf hingegen nicht. Für Fraßschäden an diesen Pflanzen sind in der Regel Wühlmäuse verantwortlich.

Interessantes Zusatzwissen über Maulwürfe

Durch das Bundesnaturschutzgesetz sind Maulwürfe geschützt. Sie dürfen daher weder getötet, noch eingefangen oder gestört werden.

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