Igel (Erinaceus europaeus)

Igel Braunbrustigel (Erinaceus europaeus)

Kennzeichen des Igels

Igel (Braunbrustigel) sind bis zu 30 cm große Säugetiere, die, abhängig von der Körpergröße, bis zu 8.000 Stacheln auf dem Rücken und Kopf tragen. Lediglich der Bauch ist nur mit Fell bedeckt. Droht Gefahr, rollt sich der Igel zu einer stacheligen Kugel zusammen und schützt so Bauch, Gesicht und Pfoten. Das Gesicht des Igels ist meist hellbraun mit einer dunkeln Maske von der spitzen Schnauze bis hin zu den kleinen Knopfaugen.

So leben Igel

Tagsüber ruht der Igel in seinem Versteck, welches sich häufig unter Stein- oder Reisighaufen befindet. Die Einzelgänger sind dämmerungs- und nachtaktiv. Dann klettern und graben sie auf der Suche nach Nahrung. Vor allem im Herbst sind sie häufiger auf ihrer Nahrungssuche zu beobachten. Sie fressen sich eine dicke Speckschicht an, um für den Winterschlaf gut versorgt zu sein. Dieser dauert von Oktober bis April.

Diesen Nutzen bringen uns Igel

Vor allem Gartenbesitzer und -besitzerinnen, die Salat anbauen, werden den Igel lieben. Er vertilgt z.B. Schnecken, die entsprechend nicht mehr die zarten Blätter im Gemüsegarten schädigen können. Darüber hinaus vertilgt der Igel eine Vielzahl an anderen Insekten wie Raupen, die Schaden in unseren Gärten anrichten können.

So können Igel im Garten angesiedelt werden

Der Igel ist DAS Zeichen für einen naturnahen Garten, denn er benötigt neben ausreichend Nahrung auch naturbelassene Verstecke. Diese können sich unter Laub und Totholz, Stein- oder Reisighaufen befinden. Wirklich leise muss es nicht sein. Einen Igel vertreibt auch der Lärm an einer Mülltonne nicht. Sind im eigenen Garten nicht genügend Versteckmöglichkeiten geboten, kann für den Igel auch ein Quartier gebaut werden. Wichtig ist dabei, dass der Eingang mindestens 13 x 13cm groß ist und das Haus mit Steinen beschwert wird.

Neben dem Häuschen können Sie weitere Punkte beachten, um Igel anzusiedeln. Stellen Sie Wasser in flachen Schalen auf und lassen sie heruntergefallenes Obst liegen. Zudem können Sie Treppen sichern, indem Sie halbhohe Steine auf die Stufen legen. Der Igel kann diese dann hinauf- und hinunter klettern. Beim Rasen mähen sollten Sie Acht geben. Insbesondere die Jungtiere verstecken sich im dichten Gras und würden dem Rasenmäher zum Opfer fallen. Ähnlich verhält es sich mit Ernteschutznetzen und herumliegendem Müll.

Davon ernähren sich Igel

Igel fressen vor allem Insekten wie Heuschrecken, Käfer und Raupen, außerdem Würmer und Schnecken. Manchmal kann beobachtet werden, wie sie sich über Fallobst hermachen. Dabei fressen sie aber nicht das Obst, sondern die darin enthaltenen Maden und Würmer, die ihrerseits das Obst fressen wollen.

Interessantes Zusatzwissen über Igel

Igel können zwar schlecht sehen, dafür sind Geruchs- und Hörsinn umso besser ausgeprägt. Zudem besitzen sie ein weiteres Riechinstrument: Das Jacobsonsche Organ. Der Igel zerkaut seine Nahrung und speichelt diese ein. Dabei überprüft er mithilfe dieses speziellen Instrumentes, ob er die Nahrung für gut oder schlecht befindet.

Rund um den Naturgarten

Nützlinge unter der Lupe