Schlangen

Ringelnattern (Natrix natrix)

 Ringelnatter (Natrix natrix)

Kennzeichen der Ringelnatter

Mit einer Länge von bis zu 1,20 m sind weibliche Ringelnattern beeindruckend Tiere. Ihre Körperoberseite ist olivgrün, schiefergrau oder bräunlich gefärbt. Die Bauchseite ist deutlich heller. Erkennbar ist die Ringelnatter an den gelben oder weißen Nackenflecken sowie den runden, dunkeln Pupillen.

So leben Ringelnattern

Ringelnattern besiedelt ein großes Spektrum an offener bis halboffener Lebensräume. Bevorzugt werden Lebensräume in der Nähe von Gewässer. Feuchte Biotope, Ufer von Flüssen und Bächen oder große Teichanlagen sind klassische Beispiele für passende Gewässer. Auch in Steinbrüchen und Kiesgruben wohnen Ringelnattern. Als „trockener Lebensraum“ dienen ihnen z.B. feuchte Wiesen, Wälder und Waldränder. Wohl fühlen sich die Tiere außerdem in Säumen sowie in Gebüsch und unter Hecken.

Ringelnattern verbringen den Winter alleine z.B. zwischen Wurzeln großer Bäume oder in geschützten Bereichen wie Komposthaufen. Die Jungtiere hingegen leben in dieser Zeit gemeinsam in einer Höhle. Im März, wenn die Tage wieder wärmer werden, verlassen die Tiere ihre Verstecke und die Paarungszeit beginnt. Die Eier werden in feuchtwarme Höhlen abgelegt, wo im Frühherbst die Jungtiere schlüpfen. Tagsüber halten sich Ringelnattern gerne zum Wärmen in der Sonne auf, schwimmen oder jagen. Sie sind sehr scheu und verstecken sich, wenn sie menschliche Schritte wahrnehmen.

Diesen Nutzen bringen uns Ringelnattern

Ringelnattern sind im Garten gern gesehene Gäste. Sie fressen ungebetene Gäste wie Schnecken und Mäuse. Vielmehr aber zeigt die Anwesenheit einer Ringelnatter an, dass das Ökosystem im eigenen Garten im Gleichgewicht ist.

So können Ringelnattern im Garten angesiedelt werden

Neben Versteckmöglichkeiten unter Gebüschen, Hecken, Stein- oder Totholzhaufen und dem Kompost benötigen Ringelnattern auch ein Gewässer mit angrenzendem Feuchtgebiet z.B. Biotope oder große Teiche. Dort können sie sich wärmen und im Wasser schwimmen. Ringelnattern besiedelt ein großes Spektrum an offener bis halboffener Lebensräume.anlagen sind klassische Beispiele für passende Gewässer.

Davon ernähren sich Ringelnattern

Der Speiseplan der Ringelnatter ist breit gefächert. Zu ihrer Nahrung gehören neben Mäusen, Schnecken und kleinen Säugetieren auch kleinere Fische, Frösche und Kröten.

Interessante Zusatzinformation über Ringelnattern

Entgegen der Befürchtung der meisten Menschen sind Ringelnattern nicht giftig. Droht ihnen Gefahr, sondern sie ein übelriechendes Sekret aus. Hilft dies nicht, stellen sie sich tot, rollen sich zusammen und lassen die Zunge aus dem geöffneten Maul hängen.

Rund um den Naturgarten

Nützlinge unter der Lupe

Schlingnattern (Coronella austriaca)

Schlingnatter / Glattnatter (Coronella austriaca)

Kennzeichen der Schlingnatter

Mit bis zu 70 cm ist die Schlingnatter nur halb so groß wie ihre Verwandte die Ringelnatter. Dank des schlanken Körpers, der grau braun ist und deutlich am typischen Zackenmuster erkennbar ist, tarnt sich die eher langsame Schlange hervorragend im Unterholz. Das Muster auf den Schuppen kann in der Bewegung mit dem der giftigen Kreuzotter verwechselt werden. Im Gegensatz zu dieser hat die Schlingnatter aber runde Pupillen. Schlingnattern werden auch Glattnattern genannt.

So leben Schlingnattern

Schlingnatter sind nach der bekannten Ringelnatter die an den weitesten verbreiteten Schlangen in Deutschland. Die wechselwarme Schlange muss ihren Körper aufwärmen, um sich weit fortbewegen und auf die Jagd gehen zu können. Dies macht sie aber lieber in einem sicheren Versteck zum Beispiel unter aufgewärmten Steinen. Auch sonst ist die Schlingnatter nicht oft zu sehen, da sie sich meistens in einem sicheren Unterschlupf aufhält. In der Paarungszeit, die im April nach der Winterruhe beginnt, treffen die Tiere aufeinander. Das Weibchen bringt dann nach vier bis fünf Monaten drei bis fünfzehn Junge zur Welt. Diese befreien sich bereits während der Geburt oder direkt danach von der Eihülle und sind dann voll entwickelte Jungtiere.

Diesen Nutzen bringen uns Schlingnattern

Die Anwesenheit der Schlingnatter zeigt ebenso wie die der Ringelnatter an, dass das Ökosystem im eigenen Garten funktioniert und sich ausreichend Beutetiere finden.

So können Schlingnattern im Garten angesiedelt werden

Die Tiere bevorzugen strukturreiche Lebensräume. Eine abwechslungsreiche Vegetation mit hoch- und niedrigbewachsenen Flächen ist das ideale Territorium der Schlingnatter. Außerdem benötigt sie ausreichend Versteckmöglichkeiten z.B. unter Kompost oder Totholz- und Steinhaufen.

Davon ernähren sich Schlingnattern

Junge Schlingnattern ernähren sich von Insekten. Ausgewachsene Tiere hingegen erbeuten Eidechsen, Blindschleichen und junge Schlangen. Gelegentlich fressen sie auch junge Mäuse, Vögel oder Amphibien. Kleine Tiere werden dabei einfach verschluckt. Größere erlegen die Tiere wie eine Boa: Die Beute wird umschlungen und durch Muskelkraft erstickt. Dies brachte ihr den Namen Schlingnatter ein.

Interessante Zusatzinformation über Schlingnattern

Die männlichen Schlingnattern tragen Revierkämpfe aus, bei denen sie sich durch Bisse teilweise verletzen. Auch bei der Paarung kommt es zu Bissen der Männchen am Nacken der Weibchen.