Hornissen-Nistkasten selber bauen – Behausung und Brutplatz für die friedlichen Brummer

Hornissen-Nistkasten bauen

Da der natürliche Lebensraum der Hornisse immer seltener anzutreffen ist, können Sie helfen und einen geeigneten Brutplatz zur Verfügung zu stellen.

Der natürliche Lebensraum der Hornisse ist immer seltener anzutreffen. Daher nistet sie häufig in Vogelkästen. Umso wichtiger ist es, dass wir eine geeignete Umgebung für die Tiere schaffen, damit diese einen sicheren Unterschlupf finden können.

Praktischerweise haben auch wir Menschen einen großen Vorteil mit dem Ansiedeln der Hornissen im eigenen Garten: Die fliegenden „Riesen“ vertilgen aufgrund ihres hohen Energiebedarfs jede Menge Insekten wie etwa Fliegen oder Spinnen. Sie tragen so zur natürlichen Schädlingsvernichtung bei.

Um den Hornissen einen geeigneten Brutplatz zur Verfügung zu stellen, können Sie einen speziellen Hornissenkasten bauen. Bekannt ist z.B. der Mündener Hornissennistkasten. Die Herstellung und Anbringung eines Hornissenkastens ist recht einfach.

Hornissen-Nistkasten selber bauen: Unsere Tipps

  • Damit die Hornissen im Quartier ausreichend Halt finden, sollten die Innenwände eine raue Oberfläche besitzen. Sie können für den Bau z.B. ungehobelte Fichtenbretter verwenden.
  • Die Aufhängungshöhe sollte mindestens 2 Meter, besser höher, betragen.
  • Das Flugloch soll möglichst nach Osten gerichtet sein. So wird die Morgensonne eingefangen.
  • Wenn Ihr Kasten bereits ein Jahr „in Betrieb“ war, so sollte vor dem Start der der neuen Saison (ca. bis zum 1. Mai) ein alte Nest entfernt werden, damit Platz für ein neues Nest geschaffen wird. Die Reinigung des Hornnissenkastens sollte jedoch nicht vor Ende April erfolgen, damit die Tiere nicht in ihrer Ruhe gestört werden.

Der ideale Standort für den Hornissen-Nistkasten

Der Hornissennistkasten sollte in einer Höhe ab 2 m so aufgehängt werden, dass die Öffnung nach Südosten zeigt. Wichtig ist außerdem, dass die Öffnung frei zugänglich ist, d.h. der Luftraum vor dem Kasten muss sollte frei von Ästen sein, um einen Anflug zu gewährleisten. Ideal ist ein Platz in der Nähe eines Walds oder einer Streuobstwiese, an dem die Hornissen nicht gestört werden. Die Hornissenkästen können prinzipiell an Lichtungsrändern, Waldsäumen, in eigenen Gärten oder auch an Gebäuden angebracht werden.

Geeignete Materialien sind:

Für den Bau des Hornissen-Nistkastens eignet sich ungehobeltes Massivholz mit einer Stärke von 2 cm am besten. Die Teile des Kastens sollten dabei folgende Größe besitzen:

  • Seitenwände: Die Seitenwände sind 28 cm tief. In der Höhe sollten sie vorne ebenfalls 28 cm und hinten 32 cm messen.
  • Rückwand: Die Rückwand ist 24 cm breit und 32 cm hoch.
  • Vorderseite: Ebenso wie die Rückwand ist auch die Vorderseite 24 cm breit. Allerdings ist diese nur 28 cm hoch. Die Einflugöffnung sollte 2 x8,5 cm (B x H) betragen.
  • Boden: Der Boden ist eine quadratische Platte mit den Seitenlängen von 24 cm, in die Löcher für den Feuchtigkeitsabfluss gebohrt werden.
  • Dach: Das Dach ist 32 cm breit und 35 cm hoch. An der Unterseite wird eine raue Leiste angebracht. Diese dient der Aufhängung der Anfangswabe. Für das Dach wird zudem Dachpappe benötigt. So kann es vor Regen geschützt werden.
  • Befestigungsleiste: Diese misst 50 cm in der Höhe und 6 cm in der Breite.
  • Nägel oder Schrauben

Bauanleitung für den Bau eines Hornissen-Nistkastens

  • Zuerst wird die Befestigungsleiste auf die Rückwand genagelt oder geschraubt. Anschließend werden die Seitenteile angenagelt und der Boden so angebracht, dass darunter noch 2 cm der Rückwand zu sehen sind. Dies ist die sogenannte Tropfleiste. Anschließend wird die Vorderseite am oberen Rand mit zwei Nageln so angebracht, dass sie nach oben aufgeklappt werden kann.
  • Bevor das Dach aufgesetzt wird, wird ein altes Stück Hornissenwabe an die Leiste geklebt. Dieses suggeriert der neuen Königin, dass hier bereits eine andere Hornisse erfolgreich ihr Volk gegründet hat und sorgt zudem für das ideale Klima im Kasten.

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