Spitzmäuse (Soricidae)

Spitzmaus Maus (Oricidae)

Kennzeichen der Spitzmaus

Spitzmäuse sehen auf den ersten Blick aus wie „normale“ Mäuse. Allerdings fällt schnell auf, dass ihre Schnauze noch deutlich spitzer zuläuft. Darin verbirgt sich ein kleines Raubtiergebiss, denn Spitzmäuse sind keine Nagetiere sondern Insektenfresser. So gehören zu einer artenreiche Säugetierfamilie.

So leben Spitzmäuse

Spitzmäuse sind Einzelgänger. Treffen sie außerhalb der Paarungszeit aufeinander, so beginnen sie lautstark zu streiten, um ihr Territorium zu verteidigen. Aufgrund der geringen Lebenserwartung von nur zwei Jahren ist aber die Vermehrungsrate relativ hoch und so paaren die kleinen Tierchen sich auch regelmäßig. Nach einer Tragezeit von nur drei Wochen kommen die Jungtiere zur Welt. Pro Jahr kann ein Weibchen vier Würfe mit je 5-10 Jungen zur Welt bringen. Die Jungtiere selbst sind bereits nach 40 Tagen erwachsen und bereit ebenfalls eine Familie zu gründen.

Diesen Nutzen bringen uns Spitzmäuse

Ihrem schnellen Stoffwechsel geschuldet, haben die Spitzmäuse einen immensen Energieverbrauch. Um diese Energie aufnehmen zu können, fressen sie pro Tag mehr als ihr Eigengewicht. Auf dem Speiseplan stehen dabei auch allerlei Schädlinge. Am liebsten fressen sie verschiedenste Insekten und deren Larven sowie wirbellosen Tiere.

So können Spitzmäuse im Garten angesiedelt werden

Um sich vor Fressfeinden zu schützen, benötigen Spitzmäuse ausreichend Versteckmöglichkeiten im Garten. Dies können beispielsweise alte Wurzelstöcke, Asthaufen oder Laub sein. Auch im Winter benötigen sie Schutz, weshalb immergrüne Pflanzen wie Buchs ideal sind.

Davon ernähren sich Spitzmäuse

Spitzmäuse leben räuberisch. Sie bevorzugen Insekten, Larven und Spinnen, aber auch Würmer und Schnecken stehen auf ihrem Speiseplan.

Interessantes Zusatzwissen über Spitzmäuse

Da die Spitzmaus im Winter weiterhin aktiv ist, muss sie Energie einsparen. Zum einen verliert sie dazu Gewicht. Zum anderen wird sie kleiner – genauer genommen schrumpft ihr Schädel. Verantwortlich dafür sind sogenannte Osteocyten, die Knochen auf- und abbauen. So kann der Schädel um bis zu 15 % schrumpfen. Im Frühjahr wächst dieser dann wieder.

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