Käfer

Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata)

Siebenpunkt Marienkäfer (Coccinella septempunctata)

Kennzeichen des Marienkäfers

Marienkäfer sind aufgrund ihres charakteristischen Aussehens sehr bekannt. Der 5 bis 8 mm lange Körper ist fast halbkugelförmig und mit roten oder orangefarbenen Flügeln bedeckt. Auf diesen befinden sich beim Siebenpunkt-Marienkäfer immer sieben Punkte. Kopf und Brust sind schwarz und weisen weiße Flecken auf. Erkennbar ist dies, wenn sie beispielsweise an einer Fensterscheibe entlang laufen.

So leben Marienkäfer

Sie besiedeln besonders gerne Wiesen, Wälder, Moore, Trockenrasen und Heiden, sind aber auch in den meisten Gärten vertreten. Im Frühjahr und Sommer ziehen die erwachsenen Tiere auf ihrer Suche nach Beute von einem Standort zum nächsten. Ihre Eier legen sie dort ab, wo sich Blatt- und Schildläuse befinden. Die schlüpfenden Larven ernähren sich von diesen Läusen. Wenn die kalte Jahreszeit anbricht, finden sich die Käfer zu Gruppen zusammen und überwintern am Boden unter Steinen oder Laub. Auch die im August geschlüpften Larven überwintern. Sie sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht voll entwickelt.

Diesen Nutzen bringen uns Marienkäfer

Während ihrer Entwicklung und auch als ausgewachsene Tiere vertilgen Marienkäfer eine hohe Anzahl an Blattläusen. Bis zu 400 Stück fallen ihnen zum Opfer. Auch mögen sie Spinnmilben und die Weiße Fliege, die ebenfalls größeren Schaden in Ihrem Gemüsebeet anrichten können. Daher sind Marienkäfer beliebte Gäste im Garten.

So können Marienkäfer im Garten angesiedelt werden

Um den Garten für Marienkäfer schmackhaft zu machen, bietet es sich an, in einer Ecke „Wildwuchs“ stehen zu lassen. Vor allem Brennnesseln werden gerne angenommen. Um die Nahrungsquelle der Marienkäfer aufrechtzuerhalten, sollten Sie keine chemischen Pflanzenschutzmittel einsetzen. Diese töten Blattläuse und der Marienkäfer zieht weiter in einen anderen Garten. Des Weiteren sollte im Herbst das Laub unter der Hecke nicht entfernt werden. Dort finden die kleinen Käfer einen warmen Ort für den Winter.

Davon ernähren sich Marienkäfer

Neben den Blatt- und Schildläusen stehen auch Spinnmilben und die Weiße Fliege aus dem Speiseplan des Marienkäfers. Manchmal fressen die Käfer zudem auch Pollen und Nektar.

Interessante Zusatzinformation über Marienkäfer

Marienkäfer können sich bei Gefahr tot stellen. Sie lassen sich dann fallen und rühren sich nicht mehr. Manchmal zeigen sie dieses Verhalten auch, wenn man sie in die Hand nimmt.

Der Marienkäfer als Mittel gegen Blattläuse gezielt eingesetzt

Wussten Sie, dass es Spezielfirmen gibt, die sich auf die Zucht von Marienkäfern spezialisiert haben und diese in großen Mengen vertreiben? So werden Marienkäfer gezielt zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.

Weltbienentag • 20. Mai

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Goldlaufkäfer (Carabus auratus)

Kennzeichen des Goldlaufkäfers

Goldlaufkäfer werden auch Goldschmied genannt. Der bis zu 3 cm lange Körper ist von harten, metallisch grün-gold schimmernden Flügeln bedeckt. Die Flügelränder sind rötlich-gelb. Die Beine bilden mit ihrer orangenen Färbung einen starken Kontrast. Lediglich die vordersten Glieder der Beine sind schwarz.

So leben Goldlaufkäfer

Als räuberischer Laufkäfer ist diese Art in Wäldern, Wiesen und heimischen Gärten zu finden. Am Tag fängt er seine Beute und injiziert dieser einen gewebezersetzenden Verdauungssaft, ehe er sie vertilgt. In der kalten Jahreszeit ziehen sich Goldlaufkäfer zurück und überwintern an ungestörten Plätzen wie einem Reisig- oder Laubhaufen. Vor den erwachsenen Tieren werden am Ende des Winters die Larven aktiv. Sie leben ebenfalls räuberisch, sind aber meist in der Dämmerung und bei Nacht unterwegs.

Diesen Nutzen bringen uns Goldlaufkäfer

Goldlaufkäfer fressen nicht nur einige Schädlinge im heimischen Garten wie beispielsweise Schnecken, Würmer, Kartoffelkäferlarven und Raupen. Sie töten zudem mehr Beute, als sie fressen können und erhöhen damit die Anzahl der vernichteten Insekten.

So können Goldlaufkäfer im Garten angesiedelt werden

Als Jäger benötigen die Laufkäfer eine Schutzzone am Rande des Gemüsegartens. Diese kann aus flachen Steinen, einem alten Baumstumpf oder einem Totholzstapel errichtet werden. Des Weiteren bevorzugen sie herumliegendes Laub und dichte, bodennahe Hecken.

Davon ernähren sich Goldlaufkäfer

Der Goldlaufkäfer und andere Arten seiner Familie sind Fleischfresser und sehr gefräßig. Er vertilgt Engerlinge, Raupen sowie Nackt- und Gehäuseschnecken.

Interessante Zusatzinformation über Goldlaufkäfer

Goldlaubkäfer können das dreifache ihres Körpergewichts fressen.

Rotgelbe Weichkäfer (Rhagonycha fulva)

Rotgelber Weichkäfer / Roter Weichkäfer (Rhagonycha fulva)

Kennzeichen des Rotgelben Weichkäfers

Weichkäfer haben ihren Namen aufgrund der nur schwach mit Chitin verstärkten Flügel erhalten. Der am häufigsten in Mitteleuropa auftretende Weichkäfer ist der Rotgelbe Weichkäfer. Er ist 7 bis 10 mm lang und besitzt einen rötlich gefärbten Körper. Seine Fühler und auch die Hinterleibsspitze setzen sich in schwarz ab. Der rotgelbe Weichkäfer wird auch schlicht roter Weichkäfer genannt.

So leben Rotgelbe Weichlaufkäfer

Dieser Weichkäfer ist in Europa weit verbreitet und sehr häufig zu finden. Sie siedeln sich auf Wiesen, Feldern und in Gärten an. Im Frühjahr, wenn die Tage wärmer werden, erscheinen die rötlichen Käfer in großen Scharen. Vor allem auf Doldenblüten können sie beobachtet werden. Ihre Larven sind flach und braun oder schwarz gefärbt. Sie überwintern unter Steinen oder im Kompost.

Diesen Nutzen bringen uns Rotgelbe Weichlaufkäfer

Der Rotgelbe Weichkäfer vertilgt eine große Menge Raupen, die sich andernfalls an den Blättern der Pflanzen in Ihrem Garten satt fressen würden.

So können Rotgelbe Weichlaufkäfer im Garten angesiedelt werden

Damit sich die Larven verstecken können, benötigen die Rotgelben Weichkäfer ausreichend Versteckmöglichkeiten im Garten. Dafür eignet sich zum einen ein naturbelassener Garten, aber auch aufgeschichtete Steine oder Laubhaufen werden gerne angenommen. Die erwachsenen Käfer bevorzugen sonnige Flächen und Hecken und werden von den Doldenblütlern wie der Wilden Möhre oder dem Kerbel angelockt.

Davon ernähren sich Rotgelbe Weichlaufkäfer

Die Larven des Weichkäfers ernähren sich von Insekten. Ebenso die erwachsenen Tiere. Auf ihrem Speiseplan stehen aber auch Raupen und, wenn sie keine andere Nahrung finden, Blätter.

Interessante Zusatzinformation über Rotgelbe Weichlaufkäfer

Die Larven des Rotgelben Weichkäfers können auch bei niedrigeren Temperaturen noch aktiv sein. Je nach Witterung kann es daher sein, dass auf der Schneedecke eine große Zahl der schwarzen Tiere zu sehen ist. Dieses Verhalten brachte ihnen den Namen „Schneewürmer“ ein.

Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata)

 Goldglänzender Rosenkäfer / Gemeiner Rosenkäfer (Cetonia aurata)

Kennzeichen des Goldglänzenden Rosenkäfers

Die Goldglänzenden Rosenkäfer, auch Gemeiner Rosenkäfer genannt, bekamen ihren Beinamen aufgrund des metallisch rot bis grün schimmernden Körpers. Auf dem 1,5 bis 2,5 cm langen Körper befinden sich die Flügel, in deren hinteren Drittel schmale, weiße Querstreifen verlaufen. Zudem sind die Flügel auf der Oberfläche mit nach oben abstehenden Haaren besetzt.

So leben Goldglänzende Rosenkäfer

Die Rosenkäfer halte sich, wie der Name vermuten lässt, am liebsten auf Rosensträuchern auf. Aber auch andere blühende Sträucher und Pflanzen werden von ihnen angeflogen. Aus den im Boden abgelegten Eiern schlüpfen die weißlichen Larven. Sie leben ebenfalls ausschließlich am Boden.

Diesen Nutzen bringen uns Goldglänzende Rosenkäfer

Die Larven des Goldglänzenden Rosenkäfers produzieren eine hochwertige Komposterde, die in Aussaatbeeten zur Anreicherung des Bodens genutzt werden kann.

So können Goldglänzende Rosenkäfer im Garten angesiedelt werden

Neben den bevorzugen Blumen wie den Rosen benötigen die Goldglänzenden Rosenkäfer einen geeigneten Ort für ihre Eiablage. Ideal dafür ist ein Laubhaufen, der an einer schattigen Wand liegt.

Davon ernähren sich Goldglänzende Rosenkäfer

Die Larven des Rosenkäfers ernähren sich von Laub, verrottendem Holz und anderen organischen Stoffen. Die erwachsenen Tiere bevorzugen Pollen und andere zarte Blütenteile.

Interessante Zusatzinformation über Goldglänzende Rosenkäfer

Rosenkäfer haben eine einzigartige Weise in den Flug zu starten. Im Gegensatz zu anderen Arten spreizen sie dabei die Flügel nicht ab, sondern halten sie geschlossen.

Gemeine Widderböcke (Clytus arietis)

Gemeiner Widderbock / Echter Widderbock / Wespenbock (Nicrophorus vespillo)

Kennzeichen des Gemeinen Widderbocks

Die schwarz-gelbe Zeichnung auf dem 7 bis 15 mm langen Körper des Gemeinen Widderbocks erinnert an die einer Wespe. Vermutlich bietet sie dem Tier einen gewissen Schutz vor Fressfeinden. Die Fühler sowie die Beine des Widderbocks sind rot-gelb. Erstere werden zum Ende hin dicker und dunkler.

So leben Gemeine Widderböcke

Der Gemeine Widderbock ist in Europa weit verbreitet und zählt zu den relativ häufigen Arten. Er lebt an Waldrändern und auf Lichtungen, aber auch in Gärten ist er anzutreffen. Die Larven des Gemeinen Widderbocks entwickeln sich in dürren Ästen von Laubgehölzen und benötigen zwei Jahre, bis sie zum erwachsenen Käfer werden. Von da an können Sie die tagaktiven Tiere von Mai bis Juni beobachten. Allerdings sind dieser Käfer recht scheu und fliegen bei Gefahr sofort auf.

Diesen Nutzen bringen uns Gemeine Widderböcke

Sowohl die Larven als auch die erwachsenen Käfer zersetzen Totholz. Larven vernichten dabei ganze Holzstämme und sorgen so für eine schnellere Verrottung des toten Materials. Die Käfer selbst produzieren Löcher bei der Zersetzung. In diesen nisten anschließend Solitärbienen oder Wespen.

So können Gemeine Widderböcke im Garten angesiedelt werden

Diese Käfer halten sich da auf, wo sie erstens ausreichend Totholz finden und zweitens recht ungestört sind. Wenn Sie die Käfer anlocken wollen, ist es daher sinnvoll, abgeschnittene Äste oder Baumstammteile in einer ruhigen Ecke des Gartens zu lagern.

Davon ernähren sich Gemeine Widderböcke

Die Gemeinen Widderböcke leben fast ausschließlich von pflanzlicher Kost. Die Larven ernähren sich von Totholz und die ausgewachsenen Tiere sammeln Pollen. Lediglich die Weibchen fangen zur Paarungszeit ein paar Insekten, da sie zusätzliche Nährstoffe für die Eiablage benötigt.

Interessante Zusatzinformation über Gemeine Widderböcke

Fängt man doch einen der scheuen Käfer, versucht dieser durch heftiges Zirpen den Feind zu erschrecken. Das Zirpen entsteht durch die Reibung der Vorderbeine an die Mittelbrust.

Gemeine Totengräber (Nicrophorus vespillo)

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Kennzeichen des Gemeinen Totengräbers

Der Körper der Gemeinen Totengräber ist nur 1 bis 2,5 cm lang und besitzt eine rechteckige Form. Die Flügel weisen gelbrote und schwarze Streifen auf. Die Endglieder der Fühlerkeulen sind ebenfalls gelbrot. Bei näherer Betrachtung fällt zudem die gelbliche Behaarung des vorderen Teils des Halses auf.

So leben Gemeine Totengräber

Der Gemeine Totengräber zählt zu den Aaskäfern. Sein Lebensraum erstreckt sich über Europa, Nordamerika und Asien. Das von ihm gesuchte Aas findet er über seinen Geruchssinn und beginnt es durch Unterwühlen sowie Hineinpressen in einen schräg abfallenden Gang zu vergraben. Dort kann der Kadaver weiter verrotten, bevor er von den Käfern vertilgt wird. Die Eiablage erfolgt in einem nahegelegenen Gang. Dies ist Teil der hoch entwickelten Brutpflege. Wenn die Larven schlüpfen, werden sie durch Zirpen des Weibchens zum Aas gelockt und können sich daran satt fressen.

Diesen Nutzen bringen uns Gemeine Totengräber

Überall in der Natur kommt es natürlich vor, dass Tiere sterben. Damit das Aas schneller abgebaut wird, gibt es verschiedene Bodenlebewesen, die es vertilgen. Eines dieser Lebewesen ist der Gemeine Totengräber.

So können Gemeine Totengräber im Garten angesiedelt werden

Finden Sie tote Mäuse oder Vögel in Ihrem Garten, können Sie diese in einer ruhige Ecke des Gartens auf lockerem Boden ablegen. Dort werden sie innerhalb kürzester Zeit von den Totengräbern entsorgt.

Davon ernähren sich Gemeine Totengräber

Sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen Gemeinen Totengräber ernähren sich von Aas. Erwachsene Tiere jagen zudem zusätzlich kleine Insekten und andere Käfer.

Interessante Zusatzinformation über Gemeine Totengräber

Kann das Aas vom Totengräber nicht eingegraben werden, vertilgen die erwachsenen Tiere dieses an Ort und Stelle.

Kurzflügler (Staphylinidae)

Kurzflügler (Staphylinidae octopus chiens))

Kennzeichen des Kurzflüglers

Auch wenn sie nicht so aussehen, gehören Kurzflügler zu den Käfern. Es handelt sich bei den Tieren um schlanke, meist schwarz-braune Insekten. Sie sind durch die verkürzten Flügel flugunfähig.

So leben Kurzflügler

Viele der Kurzflüglerarten leben in der obersten Laubstreuschicht. Andere Arten finden sich auf Pilzen, Baumstämmen oder im Komposthaufen. Dort jagen sie ihre Beute. Im Winter suchen sich die schlanken Insekten ein gut isoliertes Versteck unter Moosschichten oder im Falllaub. Dort fallen sie in Winterstarre und erwachen erst, wenn die Bodentemperatur im Frühjahr wieder ansteigt.

Diesen Nutzen bringen uns Kurzflügler

Kurzflügler ernähren sich, je nach Art, von verschiedensten Kulturschädlingen, die im Gemüsegarten die Ernte gefährden. So fressen sie z.B. Schadinsekten wie Blattläuse, Spinnmilben, Schnecken und Kohlweißlingsraupen.

So können Kurzflügler im Garten angesiedelt werden

Eine Laubschicht auf dem humusreichen Boden ist der bevorzugte Lebensraum der Kurzflügler. Im Garten dienen ihnen zudem Bereiche mit Altholz, Steinhaufen und Bodendeckerpflanzen sowie feuchte Standorte mit Moos und Farnen als Versteck.

Davon ernähren sich Kurzflügler

Die meisten Arten der Kurzflügler ernähren sich von kleinen Insekten, deren Eiern und Fliegenpuppen. Außerdem stehen Milben, die Kohlweißlingsraupe und Schnecken auf ihrem Speiseplan. Nur einige wenige Arten ernähren sich pflanzlich. Sie fressen Pilze und verwesende Pflanzen.

Interessante Zusatzinformation über Kurzflügler

Bei Gefahr können sich die flugunfähigen Käfer zur Wehr setzen. Dazu sondern sie durch spezielle Drüsen im Hinterleib eine klebrige Flüssigkeit ab.

Glühwürmchen/Leuchtkäfer (Lampyridae)

 Leuchtkäfer / Glühwürmchen (Lampyridae)

Kennzeichen des Glühwürmchens

Die Weibchen des Leuchtkäfers sehen auch im erwachsenen Stadium aus wie die flügellosen Larven. Die Männchen hingegen erinnern an „normale“ Käfer. Bei Tag betrachtet sind sie eher unauffällig mit ihrem schwarzen, länglichen Körper und den große Flügel, die von Halsschild an den gesamten Körper bedecken. Lediglich der Kurzflüglerleuchtkäfer hat kleinere Flügel. Bei Nacht fangen die Männchen an zu „glühen“ und erscheinen uns so, wie wir es erwarten: Wie kleine schwebende Lichtpunkte.

So leben Glühwürmchen

Glühwürmchen heißen eigentlich Leuchtkäfer. In unseren Breiten leben drei Arten: Der Große Leuchtkäfer, das Gemeine Glühwürmchen und der Kurzflügelleuchtkäfer. Die Männchen alle drei Arten leuchten zur Paarungszeit, um nach einer Partnerin zu suchen. Die Männchen der ersten beiden Arten fliegen dabei und suchen das am Boden wartende Weibchen. Die männlichen Tiere der Kurzflügelleuchtkäfer können nicht fliegen. Wurde das Weibchen begattet, legt es Eier ab, aus denen die Larven schlüpfen. Sie leben während der langen Entwicklungszeit von drei Jahren am Boden und häuten sich dort mehrmals. Abschließend suchen sie sich eine Höhle, wo sie sich verpuppen. Nach zwei Wochen schlüpft der fertige Käfer.

Diesen Nutzen bringen uns Glühwürmchen

Glühwürmchenlarven tragen durch ihre Ernährung zur Eindämmung der Schädlingspopulation bei. Sie fressen gerne Nackt- und Gehäuseschnecken.

So können Glühwürmchen im Garten angesiedelt werden

Um Glühwürmchen anzusiedeln benötigen Sie eine größere Wiesenfläche. Um die empfindlichen Tiere in der Paarungszeit nicht zu stören oder mit dem Rasenmäher zu vernichten, sollten Sie die Wiese bereits im Mai abmähen. Schnittguthaufen am Rand bieten ebenso Versteckmöglichkeiten wie Stein- und Asthaufen. Für die Larven benötigen Sie kleinere Verstecke am Boden. Hervorragend geeignet sind leere Schneckenhäuser, Erdlöcher und Steine. Da sich Glühwürmchen zudem gerne in Wassernähe aufhalten, ist ein Gartenteich ideal.

Davon ernähren sich Glühwürmchen

Erwachsene Glühwürmchen sind so sehr mit der Paarung beschäftigt, dass sie kaum noch Nahrung aufnehmen. Die Larven hingegen benötigen viel Energie, die sie durch das Verspeisen von Insekten und Schnecken erhalten. Dazu tötet die Larve ihr Beutetier mit einem Giftbiss. Je nach Größe des Tieres kann es dann bis zu 30 Stunden dauern, bis das Tier vertilgt ist.

Interessante Zusatzinformation über Glühwürmchen

Das Glühen der Leuchtkäfer wird durch eine Sauerstoffverbindung mit dem Stoff Luciferin verursacht. Dabei sind die kleinen Käfer erstaunliche Energiesparer. 98 % der aufgewandten Energie wandeln sie letztendlich in Licht um. Als Haushaltsgerät würden sie dafür die Energieklasse A+++ erhalten.